Warnung vor Internettrolls und Fake News

Whatsapp, Instagram, Snapchat, Facebook, TikTok – diese Begriffe und was sich dahinter verbirgt, ist vielen Eltern bekannt. Aber auch Grundschüler kennen sich schon damit aus, obwohl das Alter für die Nutzung mit 13 bzw. 16 Jahren angegeben ist.

Grund genug für die Klassenlehrerinnen der 4. Klassen der GS Am Schildberg, auf Risiken und Gefahren im Umgang mit diesen Plattformen hinzuweisen und Regeln zu erarbeiten. In unserer Grundschule ist die Handynutzung untersagt, aber in den weiterführenden Schulen wird das anders sein.
Durchgeführt wurde ein aufwändiges Unterrichtsprojekt, das von unserer Sozialpädagogin Michaela Schirm-Lieb vorbereitet und betreut wurde.

In Gruppenarbeit beschäftigten sich die ViertklässlerInnen mit den Oberthemen Hatespeech (Hasskommentare), Soziale Medien und Cybermobbing. Informationen darüber mussten aus kopierten Materialien zusammengestellt oder aus dem Internet recherchiert werden. Dabei kamen unsere IPADS zum Einsatz, auch das Einscannen von QR-Codes wurde geübt. Zunächst ging es um Begriffsklärung, dann um rechtliche Grundlagen und Regeln, welche Gefahren es gibt und wo Kinder Hilfe bekommen, wenn sie Opfer von Internethetze oder Cybermobbing werden. Jede Gruppe erstellte ein Plakat, das dann den anderen Gruppen vorgestellt und erläutert wurde. „Die Kinder haben richtig gute Ergebnisse erzielt“, staunten die Klassenlehrerinnen, „es war deutlich zu spüren, dass dies ein Thema ist, das für sie brandaktuell ist!“

Die meisten Kinder nutzen diese Medien regelmäßig, sind z. B. Follower bei Instagram, Influencern oder Youtube. Einige Eltern haben die Handys ihrer Kinder so eingestellt, dass die tägliche Nutzungsdauer beschränkt ist, keine Apps ohne ihre Zustimmung heruntergeladen werden dürfen, nur altersgemäße Inhalte aufgerufen werden können. Andere Kinder wiederum dürfen ohne Beschränkung im Internet surfen und haben so Zugang zu Spielen und Inhalten, die für ihr Alter nicht geeignet sind.
Viel Redebedarf gab es im Zusammenhang mit der Spieleplattform ROBLOX, sehr beliebt bei Kindern unter 13 Jahren. Sie wurde auch gerade in der Coronazeit von vielen Kindern genutzt, um sich zum gemeinsamen digitalen Spielen zu verabreden. Die meisten Spiele sind hier harmlos. Es sind jedoch In-App-Käufe z. B. für Outfits und Ausrüstung möglich. Ein Problem ist allerdings die Chatfunktion, mit der Spieler Kontakt untereinander aufnehmen können.
Erschreckend viele Kinder berichteten, dass sie in Chats schon unter Druck gesetzt, gemobbt oder beleidigt wurden. Was tun? Chat abbrechen, mit den Eltern sprechen oder mit einer anderen Vertrauensperson. Manche Beleidigung  ist sogar so schlimm, dass es eine Straftat ist (§185 StGB) und bei der Polizei angezeigt werden kann. Gerade in diesem Bereich wurden die Gesetze in letzter Zeit verschärft!

Wichtige Tipps für Sicherheit im Internet:
– Nie den echten Namen sagen!
– Keine persönlichen Informationen (Telefonnummer, Adresse, Schule) herausgeben!
– Keine Fotos einstellen, nicht von sich selber und schon gar nicht von anderen!
– Keine Verabredungen mit Internetbekanntschaften, misstrauisch sein!
– Selber „NETT“ sein im InterNETT: niemand beleidigen, niemand mobben!
– Melde Mobbing-Einträge! Es gibt Gesetze, die vor Mobbing schützen!
– Nimm nicht jeden gleich in deiner Freundesliste auf!
– Sei besonders vorsichtig bei Kettenbriefen und Challenges!

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